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NMR

Die NMR-Technik wird zur Strukturanalyse von vielen chemischen Molekülen, insbesondere organischen Verbindungen eingesetzt. Eine bioorganisch bedeutsame Verbindung besteht in erster Linie aus Kohlenstoff-, Wasserstoff-, Sauerstoff- und Phosphoratomen.

Durch einen Anregungspuls werden spezifisch funktionelle Gruppen im untersuchten Molekül beein­flusst. Dieser Vorgang führt zur Abgabe von Signalen aus der Probe, aus denen Informationen über Bindung und Reihenfolge von Atomen im Molekül abgeleitet werden können. Die gewonnenen NMR-Signale werden für gewöhnlich als Spektrum dargestellt. Dabei werden die Frequenz und die Intensität der Signale berücksichtigt.

Die ermittelten Frequenzen sind hinsichtlich der chemischen Umgebung der beobachteten Kerne verschieden und bilden somit die Basis für die Detektion verschiedener funktioneller Gruppen im Molekül. Die Signalstärke (Intensität) ist darüber hinaus direkt proportional zur Anzahl der zum Signal beitragenden Kerne (z.B. Wasserstoff-Atome).

 

Bei dem von uns eingesetzten NMR-Gerät handelt es sich um ein auf dem NMR-Spektrometer AVANCE-II 600 der Firma Bruker Biospin basierendes System. Das NMR-Gerät verfügt über einen supraleitenden Magneten mit aktiver Abschirmung und einer Feldstärke von 14,1 Tesla.

Dies entspricht einer Resonanzfrequenz im 1H-NMR-Spektrum von 600 MHz. Das Spektrometer kann über einen Probenkopf für NMR-Röhrchen als stand-alone Gerät zur Vermessung von Reinsubstanzen ver­wen­det werden. Die Verwendung eines Durchflussprobenkopfes ermöglicht im Betrieb als LC-SPE-NMR/MS-Verbund auch die Untersuchung komplexer Stoffgemische.

 

Weiterführende Informationen

  • Spezielle NMR-Methoden
  • Probenbedarf und Messzeit
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